
Schwangerschaft
Die aufregende Zeit der Schwangerschaft
Jede Schwangerschaft ist ein kleines Abenteuer. Ist es das erste Kind, will man sich so gut wie möglich informieren. Trotzdem verlaufen Schwangerschaften nicht nach Lehrbuch oder eigenem Plan. Deshalb solltest Du Dich nicht mit anderen werdenden Müttern vergleichen, sondern die Entwicklung Deines ungeborenen Kindes genießen. Manche Mütter nehmen im ersten Drittel der Schwangerschaften zu, andere erst wenige Wochen vor der Entbindung. Trotzdem ist beides normal und Du solltest Dich nur auf Dich und das Ungeborene konzentrieren.
Zu welchem Arzt solltest Du gehen?
Hast Du das Gefühl, schwanger trotz Periode zu sein, kann eine Untersuchung beim Gynäkologen Gewissheit bringen. Meist sind die ersten Schwangerschaftsanzeichen sehr deutlich. Plötzliche Übelkeit, ein Spannen in den Brüsten und Heißhungeranfälle geben die ersten Hinweise. Es gibt aber auch Schwangere, die erst nach Monaten ihre „anderen Umstände“ bemerkten, oft trotz Pille. Auch ein Hausarzt kann aufgrund von Blutuntersuchungen feststellen, ob Du schwanger bist. Meist warten Frauen aber auch auf das Ausbleiben ihrer Tage, wenn der Nachwuchs geplant wird. In diesem Fall kann ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke eine Möglichkeit sein, um schon vor dem Arztbesuch ein Testergebnis zu haben, das der Arzt nur noch bestätigen muss.

Hyperemesis Gravidarum in der Schwangerschaft
In den ersten Schwangerschaftswochen haben die meisten werdenden Mütter mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen. Einige Schwangere kommen morgens kaum hoch und müssen im Liegen frühstücken, damit alles im Magen bleibt. Andere Frauen haben nur mit kleinen Unpässlichkeiten zu tun und fühlen sich auch im ersten Trimester relativ wohl. Es gibt aber auch Fälle akuter Schwangerschaftsübelkeit, die Hyperemesis Gravidarum genannt wird. In diesen Fällen hält die typische Morgenübelkeit den ganzen Tag an und ist wesentlich stärker ausgeprägt. Bei dieser Erkrankung ist der enorme Nährstoffverlust durch dauerhaftes Erbrechen gefährlich. Auch Flüssigkeit wird von den betroffenen Frauen meist nicht vertragen.
Für den Zeitraum der Schwangerschaft erfolgt bei Hyperemesis Gravidarum häufig eine Krankschreibung. Interessanterweise endet diese massive Dauerübelkeit sofort, wenn das Baby geboren ist. Trotz dieser Probleme kommen die meisten Babys nach der Schwangerschaft gesund, groß und stark auf die Welt und weisen keine Beeinträchtigungen auf.
Was musst Du in der Schwangerschaft beachten?
Du musst nicht für zwei Personen essen, brauchst weiterhin Bewegung an frischer Luft und solltest Zigaretten und Alkohol meiden. Denke bitte auch daran, dass das Baby jede Stimmung und jedes Deiner Gefühle selbst durchlebt. Sorge deshalb dafür, dass Du keinem Stress ausgesetzt bist. Dieser sorgt für Hormonausschüttungen, die auch das Baby treffen. Werden in der Schwangerschaften viele Ängste durchlebt, entwickeln viele Kinder aufgrund der Dauerstresssituation nach der Geburt ein unruhiges Verhalten und lassen sich nur schwer beruhigen.
Natürlich ist es nicht immer leicht, die Ruhe zu bewahren und während einer oder mehrerer Schwangerschaften absolut entspannt zu sein. Waren Schwangerschaften ungeplant und wurdest Du schwanger trotz Pille, braucht es nach den ersten Schwangerschaftsanzeichen eine Phase der Akzeptanz. Deshalb musst Du Dir bewusste Auszeiten schaffen, in denen Du innerlich und äußerlich zur Ruhe kommst und Dich auf die veränderte Situation einstellen kannst. Deine Gedanken werden meist auf die Zukunft ausgerichtet sein, hole Dich trotzdem in die Gegenwart zurück. Sprich schon in der Frühschwangerschaft mit dem Ungeborenen. Dadurch wird die Situation realer und Dein Baby spürt Deine bewussten Schwingungen.
Schwangerschaft - Checkliste Ämter & Behörden
Mit der Geburt Deines Babys stehen einige Formalitäten und Ämtergänge ins Haus. Wir haben Dir die wichtigsten hier aufgelistet:
Elternzeit beantragen
Mutterschaftsgeld beantragen
Krankenversicherung abschliessen
Geburtsurkunde
Vaterschaft Anerkennung (falls nicht verheiratet)
Elterngeld beantragen
Kindergeld beantragen
Baby beim Einwohnermeldeamt anmelden
Kinderreisepass beantragen wenn gewünscht
Welche Art von Sport ist in der Schwangerschaft erlaubt?
Informiere Dich im Internet, welche Schwangerschaftsgymnastik in welchem Monat geeignet ist. Du bist nicht krank, nur schwanger. Deshalb darfst Du jede Sportart ausüben, die keine körperliche Kraftanstrengung erfordert. Schwimmen entlastet die Rückenmuskulatur und gibt dem schwangeren Bauch Auftrieb. Fahrrad fahren ist ebenfalls ungefährlich und auch Joggen ist weiterhin möglich. Du wirst selbst spüren, dass sportliche Einheiten zum Ende von Schwangerschaften immer beschwerlicher werden. Tritt in dieser Zeit etwas kürzer und schone Deinen Körper. Er bietet einem heranwachsenden Menschen ein Heim und sollte deshalb ab dem dritten Trimester keine sportlichen Höchstleistungen mehr erbringen müssen.
Bei Risikoschwangerschaften ist von Beginn an etwas Zurückhaltung angesagt. Bei Zwillingsschwangerschaften oder bei Müttern, die schon Fehlgeburten erlitten haben, sollten nur Gymnastik und Schwimmen auf dem Sportplan stehen. Verfrühte Wehen könnten die Folge sein, wenn sich die werdende Mutter übernimmt und ihren Körper nicht schont.
Ultraschalluntersuchung und die Geschlechtsbestimmung
Ungefähr ab der 14. Schwangerschaftswoche lässt sich erkennen, ob ein Mädchen oder ein Junge Teil der Familie wird. Speziell zu diesem Zweck gibt es eine Ultraschalluntersuchung. Liegt das Baby richtig, lässt sich das Geschlecht erkennen. Zwei bis drei Wochen später fühlen Erstgebärende das erste Mal die Bewegungen des Babys. Zu diesem Zeitpunkt ist das Baby schon so groß, dass die Mutter seine Fußtritte an der Bauchwand wahrnehmen kann. Häufig ist es wie ein Flattern, das über die Muskeln streicht. Dann tauchen Beulen in der Bauchhaut auf, die durch die Füße oder den Babypo hervorgerufen werden.
Hast Du schon mehrere Schwangerschaften durchlebt, nimmst Du diese Bewegungen viel früher wahr. Den Hosenknopf bekommst Du schon nach vier Wochen nicht mehr zu und der Babybauch ist bereits nach zwei bis drei Monaten erkennbar. Im zweiten Trimester geht es Dir gut. Dein Körper hat sich an das Schwangerschaftshormon gewöhnt und die Übelkeit ist bei den meisten Frauen verschwunden. Noch ist der Bauch nicht so schwer, dass er Dich physisch einschränkt. Deine Haut wirkt reiner und Dein Haar fülliger.
Vom vierten bis zum siebten Schwangerschaftsmonat bist Du voller Elan und solltest die Einrichtung des Kinderzimmers in Angriff nehmen. Ab dem achten Monat wirst Du immer öfter außer Puste geraten und die Zeit lieber liegend verbringen, weil das Baby Deine inneren Organe zusammmendrückt. Atemnot, häufige Toilettengänge und Sodbrennen können infolgedessen zu Deinen täglichen Begleitern werden. Deswegen ist es hilfreich, wenn die Renovierungsarbeiten bis zum dritten Trimester abgeschlossen sind.
Die Vorsorgeuntersuchungen
Während der Schwangerschaften stehen regelmäßige Besuche beim Frauenarzt auf dem Plan. Dort wird Dein Blutdruck kontrolliert, die Herztöne des Babys werden überprüft und Dein zunehmendes Gewicht wird festgehalten. Ende des vierten Schwangerschaftsmonats erfolgt eine Ultraschallkontrolle, bei der Du das Geschlecht des Babys auf Wunsch erfragen kannst.
Während der Schwangerschaften lassen sich alle Untersuchungen auch von einer Hebamme durchführen. Da Hebammen rar sind, solltest Du frühzeitig auf die Suche gehen. Sie betreut Dich nach der Entbindung im Wochenbett, hilft beim Stillen und steht Dir zur Seite, wenn Du in den ersten Tagen nicht weiß, wie Du alles schaffen sollst. Möchtest Du Dein Kind in einem Geburtshaus zur Welt bringen, solltest Du Dir nach der Feststellung der Schwangerschaft sofort eine Hebamme suchen. Frage direkt im Geburtshaus Deiner Wahl nach, ob Du dort während der Schwangerschaft betreut werden kannst. Das hat den Vorteil, dass Du schon vor der Geburt ein Vertrauensverhältnis aufbauen kannst.
Geburtsvorbereitungskurs
Warum ist ein Geburtsvorbereitungskurs in jedem Fall zu empfehlen?
Ein Geburtsvorbereitungskurs hilft Dir dabei, den Anfang des Lebens deines Babys so schön und sorgenfrei wie nur möglich zu gestalten. Du bekommst fundiertes Hebammenwissen um Dich sicher und sorglos auf die Geburt deines Babys vorzubereiten.
Gründe, die für einen Geburtsvorbereitungskurs sprechen:
Der wichtigste Grund ist dein Baby
Um so besser Du auf die Geburt vorbereitet bist, desto optimaler kannst Du Dich auf die Geburtsphasen einstellen und hast eine einfachere, schnellere und schmerzfreiere Geburt. So hilfst Du Dir und auch deinem Baby.
Lerne wie Du die Geburt aktiv mitgestalten kannst
Die Geburt ist für Dich eine ganz besondere Erfahrung. Körperlich und auch emotional. Dank eines Geburtsvorbereitungskurses bist optimal darauf vorbereitet.
Eine Geburt bedeutet auch Schmerzen
Lerne mit diesen Schmerzen umzugehen. Durch Atemtechnik und Geburtspositionen und ein besseres Verständnis über die Vorgänge in Deinem Körper kannst du besser damit umgehen. Dies braucht allerdings Training. Genau für das ist der Kurs gedacht.
Ruhe durch Wissen
Die Geburt ist manchmal hektisch und es müssen rasche Entscheidungen getroffen werden. Dann sind Deine gelernten Fachkenntnisse ein wertvoller Entscheidungshelfer und gibt Dir die nötige Ruhe für besonnene Entscheidungen.
Auch dein Partner profitiert
Wenn dich dein Partner oder Partnerin bei der Geburt begleitet ist das einfach wunderbar. Genau dort hilft auch deinem Partner das Wissen, dass er/sie in einem Geburtsvorbereitungskurs gelernt hat.
Online Geburtsvorbereitungskurs
Mittlerweile empfehlen wir immer öfter zu einer Teilnahme eines Online-Geburtsvorbereitungskurses. Denn die Vorteile sind zahlreich und nicht wegzudiskutieren. Überzeuge Dich selbst. Unten findest Du unsere Empfehlung für Dich.
UNSERE EMPFEHLUNG
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Was muss während der Schwangerschaft beantragt werden?
Obwohl Du auf Dein Baby wartest, gibt es in dieser Zeit einige Behördengänge zu erledigen. Mach Dir am besten eine Checkliste für die Schwangerschaft, denn Dein Hormonhaushalt sorgt dafür, dass Du viele Dinge ausblenden wirst. Die natürliche Mutterschaft bezieht sich nicht auf behördliche Formalitäten. Trotzdem brauchst Du:
Noch während der Schwangerschaft - Mutterschaftsgeld beantragen
Sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung erhältst Du Mutterschaftsgeld. Dieses beantragst Du bei Deiner Krankenkasse frühestens sieben Wochen vor dem Geburtstermin mit einem entsprechenden Formular und der Bescheinigung des Gynäkologen oder der Hebamme über den Geburtstermin. Du hast Anspruch auf das Mutterschaftsgeld, wenn Du Arbeitslosengeld erhältst, im Angestelltenverhältnis arbeitest und pflicht- oder freiwillig versichert bist. Bei einer privaten Krankenversicherung richtet sich die Höhe des Mutterschaftsgeldes nach den vertraglichen Regelungen.
Außerdem muss Dein Nettoeinkommen der drei Monate vor Beginn des Mutterschutzes mindestens 390 Euro betragen, um anspruchsberechtigt zu sein. Dein Mutterschaftsgeld setzt sich aus Zahlungen der Krankenkasse und dem Arbeitgeberanteil zusammen. Die Krankenkasse zahlt maximal 13 Euro pro Tag, die Differenz bis zum gegenwärtigen Nettoeinkommen wird vom Arbeitgeber übernommen.
Da der Antrag frühestens 7 Wochen vor der geplanten Entbindung gestellt werden kann, Du aber 6 Wochen vor dem Geburtstermin bezugsberechtigt bist, muss alles sehr schnell gehen. Du solltest das Formular und das ärztliche Attest also schon bereitliegen haben und umgehend einreichen, wenn die 7. Woche vor der Geburt beginnt. Das ärztliche Attest gibt es frühestens ab der 33. Schwangerschaftswoche.
Vaterschaftsanerkennung und Anträge beim Arbeitgeber
Eine Vaterschaftsanerkennung ist auch nach der Entbindung möglich, bringt aber Unruhe in den noch turbulenten Alltag einer jungen Familie. Deshalb sollte die Anerkennung der Vaterschaft besser vor der Geburt erfolgen, denn nach dem Geburtstermin bist Du in den meisten Fällen nicht mehr alleine unterwegs. Bist Du unverheiratet, bietet der Vaterschaftstest die Garantie, im Fall einer Trennung Kindesunterhalt einzuklagen. Die Formalitäten lassen sich beim örtlichen Jugendamt, dem Standesamt oder Amtsgericht erledigen.
Schwangerschaften sollten dem Arbeitgeber so früh wie möglich mitgeteilt werden. Für ihn geht es nicht nur um das Finden einer Ersatzkraft während Deines Arbeitsausfalls. Er muss auch finanziell kalkulieren, denn er zahlt anteilig Dein Mutterschutzgeld, während er zusätzlich eine Vertretung finanzieren muss.
Gehst Du in Elternzeit, musst Du diese auch beim Arbeitgeber beantragen. Spätestens 7 Wochen vor Beginn muss dem Arbeitgeber die Mitteilung schriftlich vorliegen, dass Du aufgrund Deiner Schwangerschaft ausfällst.



